Generalistische Pflegeausbildung Informationen zur Ausbildungsreform ab 2020

Gemäß dem neuen Pflegeberufegesetz wird ab 2020 in Deutschland die generalistische Pflegeausbildung mit dem Abschluss „Pflegefachfrau“ und „Pflegefachmann“ eingeführt. Ergänzend zur beruflichen Pflegeausbildung wird es das berufsqualifizierende Pflegestudium geben. Die wichtigsten Infos und Neuerungen haben wir für Sie zusammengefasst.

Wann greift das neue Gesetz?

Das Pflegeberufegesetz gilt für alle Ausbildungen, die ab dem 1. Januar 2020 begonnen werden. Wichtig: Ausbildungen, die bis zum 31. Dezember 2019 nach dem Altenpflegegesetz oder dem Krankenpflegegesetz begonnen werden, können auch nach diesen Regelungen abgeschlossen werden.

Was bedeuten die Neuerungen für die Pflegeausbildung?
  • Durch die Zusammenführung der drei bisherigen Pflegefachberufe „Altenpflege“, „Gesundheits- und Krankenpflege“ und „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" ist ein neues gemeinsames Berufsbild „Pflege“ entstanden.
  • Auszubildende erlernen die Fachpflege von Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsbereichen.
  • Nach der Ausbildung können Sie in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Pflege arbeiten – von der Akutpflege im Krankenhaus, über die Langzeitpflege in Seniorenwohnheimen oder Wohngruppen bis zur ambulanten Pflege
  • Der Berufsabschluss wird in allen EU Staaten anerkannt.
Welche Qualifizierungsschritte gibt es künftig?

Ausbildung

  • Mit einem neunjährigen Schulabschluss können Sie zunächst die einjährige Ausbildung in der „Pflegefachhilfe“ Dieser Berufsabschluss wird künftig in der dreijährigen Pflegeausbildung angerechnet!
  • Mit einer zehnjährigen allgemeinen Schulbildung können Sie die dreijährige Ausbildung zur „Pflegefachfrau“ bzw. zum „Pflegefachmann“

Während der Ausbildung

  • Wenn Sie eine Hochschulzugangsberechtigung besitzen (z. B. Abitur oder Fachhoschulreife), können Sie während der Ausbildung bereits ein ausbildungsbegleitendes Pflegestudium aufnehmen.

Nach der Ausbildung

  • Nach Abschluss der Berufsausbildung haben Sie die Möglichkeit, sich durch eine berufsbegleitende Fachweiterbildung, z.B. für die Fachgebiete Intensiv- und Anästhesie, Onkologie, Rehabilitation, Nephrologie, Operationsdienst oder zur/m Praxisanleiter/-In weiterzuqualifizieren.
  • Nach Abschluss der Berufsausbildung und dem Nachweis einer dreijährigen Berufstätigkeit haben Sie die Möglichkeit, ein Pflegestudium zu absolvieren. Berufliche Kompetenzen oder absolvierte Fachweiterbildungen können für Ihre Zulassung zum Studium angerechnet werden.
Pflegestudium – was genau kann ich studieren?

Ob ausbildungsbegleitend oder als Weiterqualifizierung anstelle einer Fachweiterbildung: Das Pflegestudium eröffnet neue Karrierewege und ermöglicht es, dass das stetig fortschreitende pflegewissenschaftliche Wissen noch besser in die Pflegepraxis Eingang findet.

In folgenden Studiengängen können Sie Pflege an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften studieren:

Ausbildungsbegleitend:

  • Pflegemanagement (B.A.): Parallel zu Ihrer Ausbildung können Sie „Gesundheitswirtschaft und Management“ mit dem Schwerpunkt „Pflegemanagement“ studieren. Bei diesem Modell profitieren Sie von den Vorteilen einer kompletten primär qualifizierenden und vergüteten Praxisausbildung in einem Ausbildungsbetrieb und dem Fachwissen aus Pflegewissenschaft, Pflegeökonomie und Pflegewirtschaftslehre, das Ihnen an der Hochschule vermittelt wird. Perspektivisch können Sie hiermit Verantwortung als Pflegedienstleitung und als Leitung stationärer Pflegeeinrichtung übernehmen und qualifizieren sich für Management-Aufgaben in Krankenhäusern und Alten- oder Pflegeheimen, in Reha-Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren, Arzneimittel- und Medizinprodukteunternehmen sowie in Krankenkassen oder Behörden.

Nach der Ausbildung:

  • Pflegemanagement (B.A.): Mit dem Studiengang „Gesundheitswirtschaft und Management“ – Schwerpunkt „Pflegemanagement“ können Sie Verantwortung als Pflegedienstleitung und als Leitung stationärer Pflegeeinrichtung übernehmen und qualifizieren sich für Managementaufgaben in Krankenhäusern und Alten- oder Pflegeheimen, in Reha-Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren, Arzneimittel- und Medizinprodukteunternehmen sowie in Krankenkassen oder Behörden.

  • Pflegepädagogik (B.A.): Das Studium qualifiziert Sie für eine pädagogische Tätigkeit an Berufsfachschulen oder -akademien, als Praxisanleiter/in, Coach oder Referent/-In in Unternehmen, Krankenkassen, Behörden oder Instituten.

Nach einem Bachelorstudium:

  • Berufspädagogik in der Pflege (M.A.): Mit diesem Studium stehen Ihnen neben der Lehrtätigkeit an Gesundheitsfachschulen vielseitige Arbeitsfelder zur Gestaltung, Implementierung und Evaluation von Angeboten zur Gesundheitsbildung und -förderung offen. Zusätzlich qualifiziert der Abschluss zur für eine wissenschaftliche Tätigkeit sowie für ein weiterführendes Promotionsstudium.
Welches Pflegestudium passt zu mir?

Gerne beraten wir Sie zu den unterschiedlichen Möglichkeiten Gesundheit und Pflege an der Akkon-Hochschule zu studieren. Unser Team der Studienberatung steht Ihnen zur Verfügung – telefonisch, per Mail oder nach Terminvereinbarung in einem persönlichen Gespräch in der Hochschule.

 

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