Symposium zum Welttuberkulosetag fordert G20-Länder zum Handeln auf

Berlin, 05. April 2017

 

Symposium zum Welttuberkulosetag fordert G20-Länder zum Handeln auf.

Berlin, 5. April 2017 | Die Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften und das Koch-Metschnikow-Forum organisierten das 11. Symposium zum Welttuberkulosetag am 21. und 22. März 2017.

„Gelingt es nicht, die multiresistente Tuberkulose in den nächsten Jahren in den Griff zu bekommen, werden uns auch die letzten noch wirksamen Medikamente nicht mehr helfen, und wir werden in die präantibiotische Ära zurückversetzt werden, in der die Tuberkulose nur mit Sonnenlicht und frischer Luft behandelt werden konnte.“, so Prof. Dr. Dr. Timo Ulrichs Leiter des Studienganges Internationale Not- und Katastrophenhilfe an der Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften und Vizepräsident des Koch-Metschnikow-Forums.

Am 24. März 2017 jährte sich zum 135. Mal der Vortrag von Robert Koch „Ueber Tuberculose“, in dem er die Identifikation des bakteriellen Erregers der Tuberkulose, Mycobacterium tuberculosis, verkündete. Die WHO hat den 24. März zum Welttuberkulosetag ausgerufen, um darauf hinzuweisen, dass auch mehr als 100 Jahre nach Kochs Entdeckung die Tuberkulose neben Malaria und HIV/AIDS zu den drei großen Killerkrankheiten gehört. 2007 hat das Koch-Metschnikow-Forum, eine Nichtregierungsorganisation zur Förderung wissenschaftlicher Partnerschaften zwischen Deutschland und Osteuropa auf den Gebieten Biomedizin und Public health, zum ersten Mal ein wissenschaftliches Symposium zum Welttuberkulosetag ausgerichtet. Es diente der Vorbereitung eines Gesundheitsministerforums zur Tuberkulose im Oktober 2007, auf dem die Berliner Erklärung zur Tuberkulose der 53 Mitgliedstaaten der WHO-Euro-Region verabschiedet wurde.

Auch 2017 stellt die Tuberkulose ein globales Gesundheitsproblem dar. Ihre wirksame Bekämpfung wird durch die Koinfektion mit HIV/AIDS sowie die stetig wachsenden Resistenzen von M. tuberculosis gegen Antituberkulotika erschwert. Die Parlamentarier des Global TB Caucus haben auf dem diesjährigen Symposium ein Dokument verabschiedet, in dem sie die Regierungen der G20-Länder auffordern, verstärkt gegen die multiresistente Tuberkulose vorzugehen.

Das Koch-Metschnikow-Forum und die Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften zusammen mit ihren osteuropäischen Kooperationspartnern unterstützen diese Initiative und tragen durch ihre vielfältigen deutsch-osteuropäischen Kooperationsprojekte in Forschung, Lehre und Ausbildung dazu bei, die Tuberkulosebekämpfung in der WHO-Euro-Region wirksam zu fördern.

Im Mai 2017 wird das Executive Board der Stop TB Partnership der WHO in Berlin tagen, gefolgt vom Treffen der Gesundheitsminister der G20-Staaten. Im Oktober 2017 werden die Ergebnisse des TB-Symposiums auf dem World Health Summit in einem eigenen, von Akkon-Hochschule und Koch-Metschnikow-Forum organisierten Tuberkulose-Workshop weiter beraten. Die Ergebnisse werden in die First Global Ministerial Conference „Ending Tuberculosis in the Sustainable Development Era: A Multisectoral Response“ im November in Moskau eingebracht werden.

Den Bericht zum Welt-Tuberkulosetag finden Sie hier.

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