Forschungsprojekt „islamistischer Terrorismus“ – Diskurs und Wahrnehmung

Berlin, 21. März 2018

 

Ein Projekt zum aktuellen Thema der Wahrnehmung des „islamistischen Terrorismus“ läuft seit Februar unter Mitwirkung der Akkon-Hochschule (Prof. Dr. Andreas Bock, Dr. Enis Bicer, Felicitas Qualmann und Aron Trieb). Untersucht werden soll in der drei Jahre laufenden empirischen Studie die Wahrnehmung des Bedrohungsszenarios aus der Sicht von Politik, Medien und muslimischen Communities.

In verschiedenen Teilprojekten und unter Zusammenarbeit mit der Hochschule RheinMain (Prof. Dr. Karin Scherschel und Funny Müller Uri) und der Alice-Salomon Hochschule Berlin (Prof. Dr. Iman Attia, Ozan Keskinkilic, Büsra Okcu und Ouassima Laabich) geht es in dem Projekt um die Beantwortung folgender Fragen: Wie vermitteln mediale Repräsentationen das Thema der islamistischen Bedrohung unter dem Rückgriff auf antimuslimische Topoi und wie werden kritische Diskurse artikuliert?

In einem nächsten Schritt soll daraufhin untersucht werden, wie Politiker/innen und Journalist/innen diese medialen Repräsentationen aufgreifen und thematisieren und diese so Teil politischer Entscheidungsprozesse werden.

Ein weiterer Schwerpunkt analysiert, wie Muslim/innen und ihre Vertretungen mit diesen Diskursen umgehen, sie mitbestimmen und gestalten können, wie sie das Verhältnis von Zustimmung und Kritik austarieren und welche Freiräume sie sich schaffen, um den Diskurs über „islamistischen Terrorismus“ nicht (gänzlich) anderen zu überlassen.

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, assoziierte Praxispartner sind: RAMSA – Rat muslimischer Studierender und Akademiker; Zentralrat der Muslime in Deutschland; RAHMA – Muslimisches Zentrum für Mädchen, Frauen und Familien; Türkische Gemeinde in Deutschland; RAA Berlin – Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie; Bildungsstätte Anne Frank; Verband binationaler Familien und Partnerschaften.